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Regionale Gründungssysteme – eine explorative Analyse der Region Hannover

Leitung:Prof. Dr. Rolf Sternberg
Bearbeitung:Johannes von Bloh
Laufzeit:2016 - 2019
Förderung durch:Förderprogramm Pro*Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Unternehmensgründungen sind eine wichtige Determinante des ökonomischen Strukturwandels in Staaten und subnationalen Regionen. Politik und Forschung haben sich in den letzten zwei Dekaden intensiv um das Thema Gründungen gekümmert. Die Gründungspolitik versucht in Niedersachsen wie in vielen deutschen Bundesländern mit diversen Instrumenten und Maßnahmen Anzahl und Qualität von Gründungen positiv zu beeinflussen. Zwei Prämissen liegen diesen Strategien zumeist zugrunde: Anzahl und Qualität der Gründungen einer Region beeinflussen die ökonomische Entwicklung der Region positiv und die Gründungen sind durch gründungspolitische Maßnahmen beeinflussbar, da die Gründungspolitik zu den wichtigeren Kontextvariablen gehöre.

Die erste dieser beiden Prämissen ist durch wissenschaftliche Befunde partiell gedeckt, die zweite nur sehr selten empirisch untersucht. Insbesondere mangelt es an empirischen und theoretischen Befunden, die das Wechselspiel zwischen Gründungsaktivitäten und gründungspolitischen Maßnahmen (als Teil des regionalen Kontextes) sowie der verschiedenen Kontextvariablen aus systemischer Sicht betrachten. Jüngst hat die Entrepreneurship Community das ursprünglich für die Erklärung von Innovationen entwickelte Konzept der Innovationssysteme auf Gründungen zu übertragen versucht, aber lediglich theoretisch- konzeptionell sowie empirisch für ganze Nationen. Es fehlt eine empirische Untersuchung eines Gründungsystems für konkrete subnationale Regionen.  Diese Lücke soll nun geschlossen werden.

Finanziert vom Förderprogramm PRO*Niedersachsen des MWK, wird die Region Hannover im Rahmen der sogenannten entrepreneurial ecosystems auf ihre systemischen Aufbau hinsichtlich Unternehmensgründungen, einflussreiche Rahmenbedingungen sowie das Zusammenspiel der in diesem Bereich beteiligten relevanten Akteure aus Wirtschaft, Politik oder auch Bildung untersucht.

Eine explorativen Analyse der Region soll zeigen inwieweit Hannover Merkmale eines regionalen Gründungssystems aufweist, wie dieses funktioniert und welche Determinanten den Ablauf innerhalb des Systems steuern bzw. beeinflussen. Darüber hinaus soll das Projekt helfen die Beziehungen zwischen strukturellen Barrieren/Schwächen (bottlenecks) der Gründungsentstehung und eines regionalen Systems theoretisch besser zu erklären.

Außerdem sollen den politischen Akteuren in Hannover regionale Handlungsempfehlungen in Bezug auf die Förderung eines gründungsaffinen Ökosystems geliefert werden.

Das Vorhaben verfolgt somit drei Ziele:

  1. Die noch junge Idee nationaler Gründungssysteme soll konzeptionell auf die subnationale Ebene der Regionen transferiert werden.
  2. Anhand der Region Hannover sollen empirisch die Einflüsse und Wechselbeziehungen der Akteure/Institutionen des dortigen Gründungssystems erfasst werden.
  3. Es sollen konkrete Hinweise an die Adresse der Gründungspolitik in der Region Hannover entwickelt werden mit dem expliziten Anspruch, diese Empfehlungen auch zugunsten anderer niedersächsischer (Stadt)Regionen zu transferieren.

Wissenschaftliche Vorträge:

  • Sternberg, R.; von Bloh, J.: Regionale Gründungssysteme - eine explorative Analyse für die Region Hannover. Hannoverimpuls GmbH (Netzwerktreffen des ehemaligen EIH e.V.), Hannover, 18.1.2017.

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