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Betriebliches Lernen in räumlicher Perspektive

Leitung:Prof. Dr. Javier Revilla Diez
Bearbeitung:Dipl.-Geogr. Claudius Schiller
Laufzeit:2009 - 2011
Förderung durch:Eigenfinanzierung

Betriebliches LernenIn den meisten deutschen Landkreisen entwickelt sich die Arbeitsmarktintegration von gering qualifizierten Arbeitskräften zu einer betriebswirtschaftlichen und wirtschaftspolitischen Herausforderung. Hinter einer ausdifferenzierten regionalen Arbeitsmarktentwicklung werden immer häufiger unternehmerische Qualifikationsanstrengungen als Erfolgsfaktor einer nachhaltigen Integration geringer qualifizierter Arbeitskräfte in den Arbeitsmarkt genannt. Formale Qualifikationen der Schul- und Berufsbildung entsprechen immer weniger den qualifikatorischen Anforderungen vieler Tätigkeiten, so dass betriebliche Lernanstrengungen notwendig werden, um notwendige berufliche Kompetenzen nach zu qualifizieren. Vor diesem Hintergrund ist es das Ziel der vorliegenden Dissertation, die Bedeutung betrieblichen Lernens für die berufliche Kompetenz von Arbeitskräften zu untersuchen. Am Beispiel des niedersächsischen Landkreises Cloppenburg, dessen positive Arbeitsmarktentwicklung insbesondere bei gering- und mittelqualifizierten Arbeitskräften als Erfolgsgeschichte gilt, werden vier hinsichtlich der Wirtschafts- und Qualifikationsstruktur des Landkreises Cloppenburg charakteristische Unternehmen für eine Beschäftigtenbefragung ausgewählt, um auf individueller Ebene der Beschäftigten unternehmensinterne und –externe Einflussfaktoren betrieblicher Lernprozesse zu analysieren.

Für die empirische Untersuchung wird ein theoretischer Rahmen konstruiert, der durch das Konzept des Lokalisierten Lernens und der Netzwerktheorie wichtige Erklärungsbausteine für den regionalen Charakter von Lernprozessen liefert. Der räumliche Einfluss spezifischer so-ziokultureller Werte, wie auch von wirtschaftlichen Verflechtungsbeziehungen unterschiedlicher räumlicher Ebenen auf innerbetriebliche (Lern-) Prozesse wird durch das Konzept der beruflichen Kompetenz als abhängiger Erfolgsvariable theoretisch hergeleitet. Methoden Sozialer Netzwerkanalyse und Strukturgleichungsmodellierung ermöglichen auf Grundlage der erhobenen Primärdaten (n=343) die Identifizierung von Einflussfaktoren betrieblicher Lernprozesse, die Angabe ihres Erklärungsgehalts hinsichtlich der beruflichen Kompetenz von Arbeitskräften und die Ableitung konkreter betrieblicher und regionalpolitischer Handlungsempfehlungen zur Stärkung Lokalisierten Lernens.

Poster

Wissenschaftliche Vorträge:

  • Schiller, C.: Betriebliches Lernen in räumlicher Perspektive. Über die Bedeutung betrieblicher und räumlicher Netzwerke für Lernprozesse. Jahrestreffen des AK Industriegeographie, 14.-15.10.2011, Naurod-Niedernhausen.
  • Schiller, C.: Firm Learning in Spatial Perspective, Integrated rural development and the Europe 2020 Strategy, Intelligent Growth – economic issue or wider objective? Trust Conference, 16.-18.03.2011, Hannover.

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