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Evaluierung wirtschaftsnaher Infrastrukturen am Beispiel der niedersächsischen Förderpolitik

Leitung:Prof. Dr. Javier Revilla Diez
Bearbeitung:Dipl.-Geogr. Alexander Skubowius
Laufzeit:2009 – 2012
Förderung durch:Förderprogramm Pro*Niedersachsen des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur

Die „klassische“ Gewerbeflächenförderung ist neben der einzelbetrieblichen Zu-schussförderung das bei weitem wichtigste Instrument der nationalen Strukturpolitik (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“). Auch im Rahmen der EU-Regionalpolitik nimmt die Förderung „wirtschaftsnaher Infrastrukturen“ eine herausgehobene Stellung ein. Allerdings hat sich die wissenschaftliche Begleitforschung zur Erfolgskontrolle der GA-Regionalpolitik bislang fast ausschließlich auf die Effekte der direkten Förderung von Investitionen der gewerblichen Wirtschaft konzentriert. Empirische Studien, die sich explizit mit dem Fördergegenstand „Gewerbe- und Industrieflächenentwicklung“ befassen und die v.a. langfristigen regionalökonomischen Wirkungen aufzeigen, liegen nicht vor. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund knapper öffentlicher Haushalte und der zunehmenden Vielfalt an Förderprogrammen im Rahmen der aktuellen EU-Strukturfondsperiode 2007 bis 2013 steht die Förderung wirtschaftsnaher Infrastrukturen (und v.a die Gewerbeflächenförderung) daher vor einem verstärkten Legitimationsdruck.

Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, den Erfolg der Gewerbeflächenförderung anhand eines neuen, theoretisch abgeleiteten Evaluierungskonzeptes zu bewerten und systematische Einfluss- und Wirkungsfaktoren auf die gewerbliche Flächennachfrage empirisch nachzuweisen. Die empirische Umsetzung erfolgt exemplarisch durch einen Ex-post-Vergleich geförderter und nicht geförderter Gewerbeflächen in Niedersachsen, die seit Anfang der 1990er Jahre entwickelt worden sind. Neben einer quantitativen Analyse von gewerbegebietsspezifischen Erfolgsgrößen (z.B. Lage- und Anbindungskriterien) richtet sich die Untersuchung auch auf bislang kaum erforschte qualitative Effekte, wie bspw. den Beitrag von Gewerbegebieten zur Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze (Nettoeffekte) sowie zur Steigerung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit angesiedelter Unternehmen. Das methodische Instrumentarium wird dazu um eine Unternehmensbefragung und Fallstudien ergänzt. Schließlich soll die quantitative und qualitative Analyse der regionsspezifischen Einflussfaktoren Handlungsmöglichkeiten für die regionale Gewerbeflächenentwicklung, v.a. aber für die Landesförderpolitik aufzeigen, um zu einem wirkungsorientierten und effizienteren Einsatz von Fördermittel zu gelangen.

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