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Regional Biotechnology – Establishing a Methodology and Performance Indicators for Assessing Bioclusters and Bioregions Relevant to the Knowledge-based Bio-economy (KBBE) Area

Leitung:PricewaterhouseCoopers (Luxembourg)
Bearbeitung:Prof. Dr. Rolf Sternberg
Laufzeit:2009 - 2011
Förderung durch:Europäische Kommission, DG Research

Die Bewertung und Entwicklung von Clustern ist ein wesentlicher Baustein der Lissabon-Strategie zur Unterstützung von Wissensproduktion, Innovation und wirtschaftlichem Wachstum. Die nationalen, regionalen und lokalen Politiken haben während der vergangenen 20 Jahre viel in die Förderung von Clustern investiert. Die Lebenswissenschaften wie die internationale Wirtschaft befinden sich auf dem Pfad der Globalisierung. Allerdings stellen die Vielzahl europäischer Cluster, ihre begrenzte Größe, ihre Fragmentierung und ihre restriktiven nationalen Verflechtungen einen klaren Nachteil für die europäische Wirtschaft dar. Es gibt in Europa einen erheblichen Bedarf an weltweit führenden und transnational kooperierenden Clustern, die transnational kooperieren, um neues Wissen zu schaffen und somit den aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen standzuhalten. 

Ziel der Studie ist es, die Bedingungen für erfolgreiche regionale Biocluster im Kontext globalisierter Wirtschaft und Wissenschaft zu identifizieren, zu beschreiben und eine politische Förderstrategie zu formulieren. Die Studie ziel auf einen praxis- und  lösungsorientierten Ansatz, der durch relevante Datensätze informiert wird. Alle Arbeitsschritte sind ausgerichtet auf und tragen bei zu praxisorientierten Empfehlungen und einer im Rahmen einer Clusteranalyse umsetzbaren Methodik. 

Theoretischer Teil:
Im theoretischen Teil konzentrieren sich die Arbeiten auf Clusterkonzepte und –definitionen. Die Studie konzentriert sich auf Clusterkonzepte und –definitionen, die auf unterschiedliche Clusteraktivitäten anwendbar sind. Das verhindert das Entstehen excellenter theoretischer Ausarbeitungen, die aber niemals umsetzbar sind, weil sie z.B. große erfolgreiche Cluster oder Cluster ohne den Gesundheitssektor ausschließen. In ähnlicher Weise wird die Studie aufbauen auf vorhandene führende Arbeiten mit praxisrelevanten und nützlichen Ergebnissen sowohl im theoretischen wie auch im methodischen Teil. Andererseits werden theoretische Modelle angepasst auf der Grundlage der empirischen Ergebnisse und der Analysen im Projekt, um auch Befunde außerhalb des klassischen Bioclusterbereichs zu reflektieren, wie z.B. im Bereich agro-food, marine, environmental, bioprocessing, and biomanufacturing etc.

Methodischer Teil:
Eine wichtige Basis des Projekterfolgs ist die Auswahl geeigneter Biocluster. Deshalb verfolgt die Studie eine rationale Strategie zur Auswahl der zu untersuchenden Biocluster, um einerseits die Anzahl unterschiedlicher Bioclustertypen zu maximieren und andererseits die Datenverfügbarkeit für alle wichtigen Indikatoren und alle zu analysierenden Biocluster sicherzustellen. Die Bestimmung der zu untersuchenden Biocluster erfolgt während der ersten Monate des Projekts.

Die objektive und effiziente Datengewinnung ist zentral für dieses Projekt. Im methodischen Teil wird der Bewertung vorhandener Inputindikatoren ebenso besondere Aufmerksamkeit geschenkt wie der Identifizierung und Bewertung neu zu schaffender Inputindikatoren zur Bewertung der Performanz von Bioclustern. Dies ist unverzichtbar, um ein Instrument zu entwickeln, das der Europäischen Kommission ermöglicht zu entscheiden, ob an einem Standort die notwendigen Voraussetzungen für den Aufbau eines Bioclusters gegeben sind und dessen Output-Performanz mithilfe dieser Indikatoren zu bestimmen. Insbesondere die letztgenannten Indikatoren fehlen bislang und stellen eine besondere Herausforderung für das Projekt dar. 

Politikorientierter Teil:
Schließlich arbeitet das Projekt auf Basis einer konsistenten Methodik sowohl im methodischen als auch im politikorientierten Teil. Die Datengewinnung zur Identifizierung und Bewertung der Performanzindikatoren erfolgt auf der Basis von allgemein akzeptierten, effizienten und machbaren Instrumenten. Nach der methodischen Phase, werden die Datenerhebungsmethoden einem gründlichen Praxistest im Bereich der Biocluster unterworfen und dabei im spezifischen Feld der Performanzindikatoren erprobt.

In der politikorientierten Phase wird die Studie also sowohl validierte Performanzindikatoren  als auch spezifische, bewährte und effiziente Datenerhebungsmethoden vorstellen, um diese Indikatoren zu testen. Dieses wird in einer Weise geschehen, dass es auch für Nicht-Akademiker verständlich ist. Dieselbe Methodik kann dann von der Europäischen Kommission für Wirkungsanalysen von Clustern eingesetzt werden. Zusätzlich werden die Performanzindikatoren nicht nur nach ihrer Relevanz für die Clusterwirkung gerankt, sondern auch nach ihrer Realisierbarkeit bzgl. Dauer und Aufwand zur Gewinnung der erforderlichen Daten der Wirkungsmessung. Insgesamt erhält die Europäische Kommission damit ein praxisorientiertes Instrument an die Hand, um die Wirkung von Clustern mittels empirisch bewährter Performanzindikatoren standardisiert und effizient zu erfassen.

Überblick zu Projekt, Ansatz und Methoden mit dem Ziel, der Europäische Kommission praxisorientierte Empfehlungen und effiziente Instrumenten für die Wirkungsanalyse von Bioclustern  zur Verfügung zu stellen.

Wissenschaftliche Vorträge:

Sternberg, R. (2010): Regional Economic Development Policies: An Overview. Final Workshop on the EU Biocluster Project "Regional Biotechnology: Measuring biocluster performance”. Brussels (Belgium), 10.12.2010.

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