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Entwicklung regionaler Innovationspotentiale und innovativer Netzwerke in Asien: das Wachstumsdreieck Singapur, Johor (Malaysia) und Riau Islands (Indonesien)

Leitung:Prof. Dr. Ludwig Schätzl, PD Dr. Javier Revilla Diez
Bearbeitung:Matthias Kiese
Laufzeit:1999 - 2001
Förderung durch:Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG-Gz.: SCHA 198/38-1)

Abweichend vom Titel untersuchte dieses Forschungsprojekt die regionalen Innovationspotenziale von Singapur und Penang (Malaysia). Es stellte den ersten Versuch dar, die im Rahmen des European Regional Innovation Survey (ERIS) zwischen 1995 und 1999 in elf europäischen Regio­nen entwickelten und erprobten Forschungsansatz auf außereuropäische Regionen zu übertragen. Zu diesem Zweck wurde in Singapur in Kooperation mit dem Centre for Innovation of Ma­nage­ment and Technopreneurship (heute Centre for Entrepreneurship) an der National University of Singapore und mit Unterstützung des Economic Development Board die erste nationale Innovationserhebung für das Verarbeitende Gewerbe (n = 374) und für wissensintensive unternehmensorientierte Dienstleistungen (n = 180) durchgeführt. Eine vergleichbare Erhebung erfolgte für das Verarbeitende Gewerbe in Penang (n = 192), wo wie auch in Singapur ergänzende Interviews durchgeführt wurden.

Zusammenfassend belegen die erfassten Innovations- und Kooperationsmuster die nach wie vor große Abhängigkeit der Untersuchungsregionen von externen Wissensquellen. Externe Kooperationen besitzen für innovierende Unternehmen in Singapur und Penang eine größere Bedeutung als in Europa, wichtigste Partner sind ausländische Mutterunternehmen für Firmen in ausländischem Besitz sowie technologisch anspruchsvolle lead users für lokale Unternehmen. Damit dominieren wie in Europa vertikale Kooperationsmuster. Während in Europa jedoch die Koopera­tions­häufigkeit mit zunehmender Entfernung der Partner abnimmt, 'überspringen' Unternehmen in Singapur und Penang die technologisch weniger entwickelten Nachbarländer und kooperieren direkt mit technologisch führenden Partnern in Nordamerika, Europa und Japan. Räumliche Nähe ist dennoch relevant, wird jedoch bei der Übertragung von technischem Wissen im räumlich aufgespaltenen Innovationsprozess durch Reisen des beteiligten FuE-Personals künstlich hergestellt.

Das Projekt führte zu Dissertationen über Singapur (Kiese 2002) und Penang (Stracke 2003) sowie weiteren Publikationen, sein Untersuchungsansatz wurde inzwischen vom Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie und seinen Kooperationspartnern in Thailand und China weiterentwickelt.

Publikationen:

Revilla Diez, J.; Kiese, M. (2006): Scaling Innovation in Southeast Asia: Empirical Evidence from Singapore, Penang (Malaysia) and Bangkok. In: Regional Studies, 40(9), S. 1005-1023.

Übersicht