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Neue Publikationen aus der Innovationsgeographie und zu großflächigen Agrarinvestitionen

© Dr. A.-B. Heindl
© Dr. K. Nolte

Wie kann die Entwicklung von Innovationsmodellen für den Fall China konzeptionell besser gefasst werden? Dieser Frage geht Anna-Barbara Heindl in einer neuen Veröffentlichung in Geoforum mittels qualitativer Forschung in Chongqing, China, nach. Die Analyse zeigt auf Basis empirischer Daten, dass die konzeptionelle Trennung unterschiedlicher Rahmen Regionaler Innovationssysteme (RIS) innerhalb derselben regionalen Ökonomie die immer wieder eingeforderte dynamische Entwicklung unterschiedlicher Strukturen und Pfade in Innovationssystemen sichtbar machen kann.

Heindl, A.-B. (2020): Separate frameworks of regional innovation systems for analysis in China? Conceptual developments based on a qualitative case study in Chongqing. Geoforum, Vol. 115, October 2020, pp. 34-43. DOI: 10.1016/j.geoforum.2020.06.016

 

Wieso scheitern einige großflächige Agrarinvestitionen? In ihrem neuen Artikel in Applied Geographie, untersucht Kerstin Nolte diese Frage mit Hilfe einer Survival-Analyse mit Daten aus der Land Matrix. Die Analyse zeigt, dass viele Projekte scheitern: so scheitert etwa ein Fünftel aller Agrarinvestitionen in Afrika.  Besonders betroffen sind Projekte, die besonder groß sind, keine lokalen Investoren involvieren, oder Agrartreibstoffe anbauen. Dies zeigt wie wichtig die Nachhaltigkeit solcher Projekte, die von politischen Entscheidungsträgern häufig begrüßt werden, ist: landwirtschaftliche Projekte erfordern eine sorgfältige Planung, insbesondere in Umgebungen mit begrenzter Infrastruktur und schwachen Institutionen.

Nolte, K. (2020): Doomed to fail? Why some land-based investment projects fail. Applied Geography, 122, 102268. DOI: 10.1016/j.apgeog.2020.102268